Die Frage, wie Shishakohle am besten angezündet wird, lässt sich nicht pauschal beantworten: es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, die Kohle zum Durchbrennen zu bringen. Welche dabei die günstigste Wahl ist, hängt von der verwendeten Kohle sowie den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ab.

Selbstzünderkohle

Häufig wird so genannte Selbstzünderkohle angeboten. Auch wenn der Name etwas anderes vermuten lässt: angezündet werden muss auch diese Kohlevariante. Die aus Kohlestaub gepressten Tabletten glühen aber von selbst durch, sobald sie einmal für den Zeitraum von 10-20 Sekunden über eine Flamme gehalten wurden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Feuerzeug handelt oder eine Kerze verwendet wird; danach brennt diese Shishakohle von selbst weiter. Je nach Hersteller ist die Kohle nach etwa 2-5 Minuten komplett durchgebrannt und kann in die Wasserpfeife eingelegt werden.

Naturkohle

Besonders beliebt ist der Einsatz so genannter Naturkohle, worunter Kokoskohle ebenso fällt wie Bambuskohle oder Orangenholzkohle. Hier ist es ein wenig aufwendiger und zeitintensiver, die Kohle durchzuglühlen. Anders als bei Selbstzünderkohle ist es nicht ausreichend, wenn dieser Prozess einfach einmal angestoßen wird. Naturkohle muss durch eine externe Hitzequelle durchgeglüht werden. Welche Möglichkeiten stehen hierfür bereit?

Einfach und praktisch: Anzünden mit der Herdplatte

Diese Variante ist für viele Nutzer die einfachste, weil ein Herd in jedem Haushalt zur Verfügung steht. Dabei werden die Kohlestücke einfach für einen Zeitraum von 5 bis etwa 7 Minuten auf die Herdplatte gelegt. Dabei muss die Herdplatte auch die höchste Stufe gestellt werden. Der Vorgang lässt sich noch ein wenig beschleunigen, wenn ein aus Alufolie geformter Zylinder um die Kohle herumgestellt wird. Dieser reflektiert die Wärme und bestrahlt das Kohlestück von allen Seiten. Wird ein Ceran-Kochfeld genutzt, sollte auf die Erhitzung von Shishakohle nach Möglichkeit verzichtet werden. Hier kommt es sonst allzu leicht zu Kratzern auf der Herdplatte. Weiterhin ist bei dieser Methode nachteilhaft, dass der Herd fest in der Küche installiert ist – bei einer gemütlichen Wasserpfeife an der frischen Luft ist dies eher ungünstig.

Perfekte Lösung: der Elektrische Kohleanzünder

Eine deutlich bequemere Variante stellt der elektrische Kohleanzünder dar. Die meisten Kohleanzünder sind ausgeführt wie ein kleiner Grill, ein Gitter schützt die Heizspirale. Die Benutzung ähnelt dem Durchglühen der Naturkohle auf der Herdplatte, allerdings hat ein solcher Kohleanzünder einige Vorteile. Zum einen geht die Erhitzung wesentlich schneller von statten als bei einer Herdplatte, zum anderen ist der Energieverbrauch geringer. Außerdem ist das Gerät kompakt und mobil, sodass – eine Stromversorgung vorausgesetzt – auch eine Verwendung im Freien möglich ist. Andere Kohleanzünder sind in Zylinderform ausgeführt, wodurch die Kohle die Heizdrähte nicht berührt. Der Vorteil dieser Variante liegt darin, dass eine spätere Reinigung besonders leicht ausfällt. Außerdem kann die Kohle häufig über den Kohletopf direkt bis zur Shisha transportiert werden.

Gaskocher oder Bunsenbrenner: für unterwegs ideal

Wer weder einen Herd noch einen elektrischen Anzünder zur Verfügung hat und auch nicht auf Sebstzünderkohle setzen möchte, kann im Freien auch einen Gaskocher verwenden. Vor allem beim Camping ist der Einsatz praktisch, denn hier ist der Campingkocher zumeist ohnehin zur Stelle. Dabei kann die Shishakohle einfach mit einer Zange in die Flamme gehalten werden. Aufgrund der höheren Temperaturen verringert sich die Glühdauer bis zur Einsatzbereitschaft der Kohle sogar.

Sind Grill oder Kamin geeignet?

Wenn sowieso der Grill oder Kamin brennt, stellt sich natürlich die Frage, ob nicht auch an dieser Hitze die Shihakohle entzündet werden kann. Prinzipiell ist beides möglich, allerdings sollte die Kohle nicht zu lange auf dem Grill liegen. Ebenso ist davon abzuraten, das Feuer mit Brennspiritus anheizen zu wollen. Zum einen besteht immer das Risiko von gefährlichen Verpuffungen, zum anderen kommt es zu möglicherweise gesundheitsschädigenden Ausdünstungen. Herkömmliche Grillanzünder sind hingegen durchaus geeignet.

Shishakohle mit Kerze anzünden

Auf die Kerze zum Anzünden von Shishakohle wurde bereits eingegangen, dabei war allerdings die Rede von Selbstzünderkohle. Prinzipiell ist es auch möglich, konventionelle Naturkohle über eine Kerzenflamme zu halten, bis diese durchbrennt. Aus Sicherheitsgründen sollte dafür eine besonders lange Zange verwendet werden, denn kurze Zangen können sich zu sehr erhitzen. Außerdem sollte dieser Art des Anzündens nur unter der Bedingung in Erwägung gezogen werden, dass viel Zeit zur Verfügung steht, eine andere Variante nicht gewählt werden kann und man sich draußen befindet. Ansonsten besteht immer die Gefahr, dass Teppich oder Möbel Schaden nehmen.

Fazit: für jeden Anwendungsfall die passende Variante

Es zeigt sich also: auch unterwegs lässt sich konventionelle Naturkohle für die beliebte Wasserpfeife durchglühen. Ist kein Stromnetz vorhanden, kann einfach einen Campingkocher verwendet werden. Im Notfall funktioniert sogar das Anzünden mit einer Kerze, wenngleich dafür ein wenig mehr Geduld aufgewendet werden muss. Wer noch nicht über besondere Ausstattung verfügt, kann einfach eine konventionelle Herdplatte verwenden. Ideal ist ein elektrischer Anzünder für Shishakohle, wie er bei vielen Onlineshops erhältlich ist. Sofern keine dieser Varianten zur Verfügung steht und es besonders schnell gehen soll, kann auch einfach Selbstzünderkohle verwendet werden. Hierfür wird nur kurze Zeit eine Flamme benötigt, wofür ein normales Feuerzeug vollkommen ausreicht.